Ich wünschte, ich wär ne Schlampe gewesen – Mode von Natascha Stolle
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Elisa Bilko
139 days 13 hours 49 minutes ago

Der Spruch „Gute Mädchen kommen in den Himmel, böse überallhin.“ Ist ein alter und ausgelutschter und man mag ihm nicht mehr so ganz über den Weg trauen. Doch manchmal liegt man mit ihm gar nicht so falsch. Natascha Stolle z.B. eine der heißesten Nachwuchsdesignerinnen Londons beschreibt ihre Mode als „Kleider für Mädchen, die gern Schlampen in der High School gewesen wären.“ Eine Mischung aus gut und böse also, falls man noch in diesen mittelalterlichen Kategorien denken will. Auf jeden Fall findet diese Mode Anklang. Stolle machte ihren Abschluss, wie schon Stella McCartney und Alexander McQueen vor ihr, am St. Martin’s College of Art and Design in London. Das allein macht aber noch keine erfolgreichen Designer. Stolle schafft es eben eine Mischung aus sexy und elegant zu zaubern, die sich einfach gut macht. Hier wird nicht lange überlegt, hier wird schöne, tragbare Mode entworfen und der Spaß dabei kommt mit Sicherheit nicht zu kurz. Dabei bewegen wir uns in den achtziger Jahren mit hoher Teile, Riesensweatern und Glitzer-Hosenanzügen. Ein wichtiger Aspekt ihres Erfolgs ist aber auch dass viele Leute, die in der Fashionszene Londons etwas zu sagen haben, ihr wohlgesinnt sind. So arbeitete sie schon während des Studiums für Russell Sage und Peter Jensen. Lulu Kennedy, die Gründerin von Fashion East, einem der wichtigsten New-Comer-Plattformen in UK- den räumt Stolle übrigens letztes Jahr ab - , sagte über die Mode
von Stolle: „Den Charakter, den sie kreiert hat, war jemand an den ich glauben und mit dem ich mich identifizieren kann, die Art von Mädchen, mit der ich befreundet wäre und die mir ihre Klamotten leiht.“ Ja, so könnte man die Mode auch beschreiben und das macht sie auch so schön, sie erinnert an die coole Freundin mit dem tollen Style.